Documentation Gen · Engineering Intelligence Platform

Technische Dokumentation mit KI generieren:
Handbücher, Montageanleitungen, Datenblätter aus einer Quelle.

Technische Dokumentation ist das Artefakt, das am direktesten mit Kunden, Aufsichtsbehörden und Produktion in Kontakt kommt, und in vielen Engineering-Organisationen die letzte Disziplin, die digital aufholt. Documentation Gen erzeugt Handbücher, Montageanleitungen und Datenblätter aus dem Product Knowledge Graph: konsistent, mehrsprachig und mit bleibender Verbindung zur Quelle.

In den meisten Engineering-Organisationen entsteht Dokumentation am Ende der Entwicklung, unter Termindruck und mit knappem Personal in der technischen Redaktion. Das Handbuch entsteht in Word oder einem CCMS wie SCHEMA ST4 oder Acolada cosima, die Montageanleitung in einem Layoutprogramm mit CAD-Auszügen, das Datenblatt in Excel oder PowerPoint. Drei Werkzeuge, drei Sprachen, drei Pflegerhythmen, drei verschiedene Personen.

Die Ausgangslage

Drei Output-Typen, drei Tools, kein gemeinsames Wissen.

Wo Konsistenz heute verloren geht

  • Bauteil-Änderung schlägt sich nicht in allen drei Dokumenten nieder
  • Kunden und Service-Techniker arbeiten mit veralteten Dokumenten
  • Konsistenz nur kurz nach der Erstellung gegeben
  • Bei digitaler Anleitung nach Maschinenverordnung wird die Lücke zum Konformitätsrisiko

Was sich messbar ändert

  • Konsistenz zwischen Handbuch, Montageanleitung und Datenblatt wird zur Routine
  • Aktualität bei Konstruktions- und Konfigurations-Änderungen steigt spürbar
  • Betroffene Dokumente werden bei Produktänderungen automatisch markiert
  • Mehrsprachige Pflege wird leichter, Übersetzungen bleiben synchron

Das eigentliche Problem ist nicht der Erstellungsaufwand, das ist eine Frage des Personalmodells. Das Problem ist die Konsistenz zwischen den Dokumenten, sobald sich das Produkt ändert.

So funktioniert es

Vier Schritte vom Knowledge Graph zum fertigen Dokument.

Voraussetzung ist, dass das Engineering-Wissen über das Produkt strukturiert vorliegt: Funktionen, Komponenten, technische Daten, Sicherheits- und Bedienhinweise. Genau das leistet der Product Knowledge Graph. Auf dieser Grundlage zieht Documentation Gen die benötigten Inhalte heraus und komponiert sie entlang einer dokumenttyp-spezifischen Vorlage.

01

Sub-Graph für das Dokument zusammenstellen

Für ein Handbuch alle bedien-relevanten Funktionen, für eine Montageanleitung alle montage-relevanten Komponenten und Schritte, für ein Datenblatt alle technischen Kennwerte.

02

Text entlang der Vorlage komponieren

Die KI komponiert den eigentlichen Text entlang der gewählten Vorlage, in der gewünschten Sprache und im gewünschten Detailgrad für die jeweilige Zielgruppe.

03

Automatischer Konsistenz-Check

Das Dokument durchläuft einen automatischen Konsistenz-Check gegen die Quelldaten im Graphen, sodass Abweichungen von der aktuellen Produktwirklichkeit sichtbar werden.

04

Ausgabe und Versionierung

Das Dokument wird im Format ausgegeben, das der Zielprozess verlangt, und im Graphen versioniert hinterlegt. Ändert sich später eine Komponente, ist sichtbar, welche Dokumente betroffen sind.

Die drei Output-Typen

Was Documentation Gen pro Dokumenttyp konkret leistet.

Handbücher für Bediener und Service

Das Dokument, das mit dem Produkt zum Kunden geht, normativ verankert in EN IEC/IEEE 82079-1. Documentation Gen erzeugt bestimmungsgemäße Verwendung, Sicherheitshinweise, Schritt-für-Schritt-Bedienung, Wartung und Störungsbehebung. Restrisiken aus der Safety-Analyse erscheinen automatisch in den Bedienhinweisen.

Montageanleitungen für Produktion

Visuell stärker, mit Werkzeugangaben und Drehmoment-Spezifikationen. Documentation Gen erzeugt die textuellen Bestandteile, integriert CAD-Auszüge aus dem PLM-System und ordnet jeden Montageschritt einer Komponente zu. Auch die digitale Anleitung nach EU-Maschinenverordnung 2023/1230 ist mit Versionierung und Signatur abgedeckt.

Datenblätter für Engineering und Einkauf

Das Dokument mit der höchsten Informationsdichte. Documentation Gen zieht Performance-Daten aus den Anforderungen, mechanische Daten aus dem CAD-Modell und elektrische Daten aus der Schaltungsbeschreibung und erzeugt das Datenblatt im üblichen Layout. Bei Varianten-Datenblättern werden die variantenspezifischen Werte automatisch eingesetzt.

Documentation Gen unterstützt die in der technischen Redaktion etablierten Standards: EN IEC/IEEE 82079-1 für Anleitungen, IEC 60417 und ISO 7000 für graphische Symbole, DITA als XML-basierter Topic-Standard sowie S1000D für Aerospace und Defense. Als Output-Formate stehen PDF, HTML, Word/DOCX und Markdown bereit.

Standards & Integration

KI-Schicht über Ihr CCMS, keine Migration erforderlich.

Wer heute mit SCHEMA ST4, Acolada cosima go oder einem vergleichbaren Component Content Management System arbeitet, kann Documentation Gen als KI-Schicht darüber einsetzen. Die App importiert vorhandene Topics, erweitert sie um KI-generierte Bausteine und schreibt das Ergebnis zurück in das CCMS. Eine Migration ist nicht erforderlich, aber möglich, wenn das Unternehmen die CCMS-Lizenz ablösen möchte.

Mehrsprachige Projekte werden über die im Graphen hinterlegte Lokalisierungs-Infrastruktur abgedeckt. Übersetzungen entstehen aus der Quellsprache mit Anbindung an etablierte Übersetzungs-Werkzeuge wie memoQ und Trados Studio oder direkt im Workflow. Bei einer Änderung in der Quellsprache wird automatisch markiert, welche Sprach-Versionen nachzuziehen sind.

Verantwortung

Mensch entscheidet, KI bereitet vor.

Technische Dokumentation ist eine Disziplin mit eigener fachlicher Verantwortung. Eine technische Redakteurin oder ein Redakteur entscheidet, welche Information in welchem Detailgrad und in welcher Reihenfolge an die Zielgruppe gegeben wird. Eine KI-generierte Anleitung kann technisch korrekt sein, aber an der Zielgruppe vorbeigehen. Documentation Gen ist deshalb als Erstellungs- und Konsistenzwerkzeug konzipiert: Die App erzeugt einen Erstwurf, prüft Vollständigkeit gegen die Vorlage und markiert Lücken im Graphen. Die fachliche Bearbeitung (Sprache, Tonalität, Reihenfolge, didaktische Aufbereitung) bleibt bei der technischen Redaktion. Jede KI-erzeugte oder KI-veränderte Passage trägt im Graphen ihre Provenance, was die Audit-Argumentation gegenüber Aufsichtsbehörden und Benannten Stellen vereinfacht und die KI-Tool-Qualifikation operativ machbar macht.

So funktioniert der Einstieg

Mit dem Output-Typ beginnen, der heute am meisten Aufwand bindet.

Bei Maschinenbau-Unternehmen ist das oft die Montageanleitung mit ihren Variantenversionen. Bei Embedded- und Elektronikherstellern das Datenblatt mit seinen vielen Tier-Lieferanten-Schnittstellen. Bei endkunden-orientierten Produkten das Handbuch.

01

Datenquellen anbinden

In den ersten zwei bis drei Wochen werden die relevanten Datenquellen angebunden: PLM, CAD-System, Anforderungs-Tool und vorhandene Dokument-Bibliotheken im CCMS.

02

Erste Vorschläge validieren

Documentation Gen erzeugt erste Vorschläge für die ausgewählten Dokumente. Die technische Redaktion validiert und passt an, der Workflow läuft einmal vollständig durch.

03

Schrittweise Erweiterung

Erst danach erweitert sich der Einsatz auf weitere Output-Typen, weitere Produktvarianten und tiefere Automatisierung. Ein abgegrenzter Pilot für einen Output-Typ liefert in der Regel innerhalb von vier bis sechs Wochen erste produktiv nutzbare Ergebnisse.

Compliance- und Maschinenverordnungs-Anteile gezielt ergänzen.

Diese Seite behandelt die Generierung von Produkt- und Anwender-Dokumentation. Compliance-Dokumentation und Risikobeurteilungs-Anteile, etwa nach Anhang IV der EU-Maschinenverordnung 2023/1230, werden in den jeweiligen Use Cases beschrieben. Documentation Gen, die Compliance-App und die Maschinenverordnungs-Lösung arbeiten auf derselben Engineering Intelligence Platform.

Zur EU-Maschinenverordnung
Häufige Fragen

FAQ zur Dokumentation mit KI.

Welche Output-Formate werden unterstützt?

PDF, HTML, Word und Markdown für den direkten Output. Für CCMS-Integrationen DITA und S1000D als strukturierte XML-Standards. Eigene Vorlagen können hinterlegt werden, sodass das Layout der eigenen Marken-Sprache entspricht.

Können wir unser bestehendes CCMS (SCHEMA ST4, Acolada cosima) weiterverwenden?

Ja. Documentation Gen ist als KI-Schicht über bestehende CCMS einsetzbar. Topics werden importiert, KI-generierte Bausteine fließen zurück in das CCMS. Eine Migration ist möglich, aber nicht erforderlich.

Wie funktioniert das mit der Maschinenverordnung 2023/1230?

Die App deckt die für Anhang IV verlangten technischen Unterlagen ab (Risikobeurteilung-Anteile über die Compliance-App, Anleitungs-Anteile über Documentation Gen) und unterstützt die in Anhang V geforderte EU-Konformitätserklärung. Mehr dazu auf der Maschinenverordnungs-Seite.

Wie ist es mit Mehrsprachigkeit und Übersetzungen?

Mehrsprachige Projekte werden über die im Graphen hinterlegte Lokalisierungs-Infrastruktur abgedeckt. Bei einer Änderung in der Quellsprache wird automatisch markiert, welche Sprach-Versionen nachzuziehen sind. Etablierte Übersetzungs-Werkzeuge wie memoQ und Trados Studio werden eingebunden.

Wie lange dauert die Einführung?

Ein abgegrenzter Pilot für einen Output-Typ (etwa Montageanleitungen für eine Maschinenfamilie) liefert in der Regel innerhalb von vier bis sechs Wochen die ersten produktiv nutzbaren Ergebnisse. Die Erweiterung auf weitere Output-Typen und weitere Produkte erfolgt anschließend schrittweise.

Dokumentation mit KI
unverbindlich kennenlernen.

Als Pilotkunde begleiten wir die Einführung von Anfang an und entwickeln die Lösung gemeinsam an Ihrem Use Case weiter.